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AGCW-DL Arbeitsgemeinschaft Telegrafie e.V.
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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zur Telegrafie
BeitragVerfasst: 06 Sep 2014, 21:33 
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Hallo Michael,

Dieter hat ja allgemein ueber Klartext QSOs nachgedacht. Deshalb meine Anmerkung aus dem Urlaub - wenn das in I und F geht kanns bei uns nicht (nur) an den Contesten liegen. Ein Blick ueber den Tellerrand halt...

Troeste Dich - ich kann auch kein Italienisch und mein Alltagsfranzoesisch ist fuer franz. Klartext QSOs nicht zu gebrauchen - die OMs kuerzen erstaunlich viele Worter ab, die Abkuerzungen kenne ich meist nicht und knobeln dauert zu lange - da sind die schon beim uebernaechsten Wort ;-)

Hintergrund der franz. Klartext Aktivitaet ist uebrigens das 30 jaehrige Jubilaeum der UFT (Union Francaises des Telegraphistes), die dazu einen Marathon ausgerufen hat. Die OMs tauschen nicht nur die UFT Nummern aus sondern sagen sich auch auch ein paar nette kurze Saetze in Klartext.

Gruss

Gerd.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zur Telegrafie
BeitragVerfasst: 28 Jan 2015, 16:04 
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DL2LE hat geschrieben:
Aber deine inzwischen bekannte und „überaus“ zeitaufwendige Verausgabung in Wort und Schrift zu Themen der Telegrafie bringt mich zu der Empfehlung, dein Zeitmanagement „etwas“ umzuschichten, zu Gunsten der Weiterentwicklung in Richtung deines QRQ Wunsches.
Moin,
sicher kann ich meine Zeit etwas umschichten. Aber vielleicht ist es auch an der Zeit, im Rahmen der Aufgaben der Morseausbildung mit dem Hintergrund des Weltkulturerbes sich an denjenigen zu orientieren, die lernen wollen aber keine Fulltime-Funkamateure sind? Alt hilft Jung, Wissende geben ihr Wissen weiter und praktizieren das auch!

Aber das klappt nicht im stillen Kämmerlein. Als Übender den PC volldaddeln, ohne Reflektion? Ich über lieber mit Menschen... Ohne willigen, wissenden, fähigen und vor allem - geduldigen Partner wird das nichts. Ich verdiene noch mit ehrlicher Arbeit mein Geld, habe also keine unendliche Zeit wie bspw. Vollzeitamateure und habe daher nur abends Zeit. Ab 20:00h LT. Dienstags scheidet aus, weil dort das QRS NET läuft, hi. ;) Montag und Donnerstag ebenfalls, da kümmere ich mich um meine etwas ausgiebiger um meine Gesundheit, was nötig ist. Das Wochenende gehört der Familie; gleichwohl wäre Sonntag spät abends noch Zeit. Als Band bleibt abends für innerdeutsche QSO nur 80m über.

Wenn einer (oder auch gerne zwei) als Sparringpartner regelmässig ! zur Verfügung stehen würde(n), warum nicht? Das führt mich wieder zu der Idee, die ich vor mehr als 3 Jahren in der Mailingliste schon geäussert habe. Wenn es - wie beim QRS NET - einen fixen Zeitpunkt gäbe, an dem ein QRQ-Trainingsnet für Aufsteiger (bspw. ab Tempo 20 BpM) errichtet wird, würden sicher noch mehr "aus den Löchern" kommen und sich steigern wollen.

Die durchaus gut gemeinten (gut gemeint ist aber nicht immer gut gemacht) Ratschläge und Aussagen der QRQ-Elite gleichen sich. Ferner klingen sie für mich schon grenzwertig "von oben herab"... Sowas mag ich ganz und gar nicht. Ich werde den Eindruck nicht los, dass sie sich abschotten. Was ich aus der Kommunikation mit Funkamateuren zum Thema als Konsens entnehme, ist:

"Es sind ja soooo viele Stationen da." Sicher, klar... hat "man" Anfängern auch gesagt. Dann hätt's kein QRS NET gebraucht, das gerne angenommen wird.
"Ich glaube eh nicht mehr an..."-Leier. Subtext = bringt zum Asdruck, nicht wirklich helfen zu wollen.
"Nehme an Runden teil"... Hey, hallo? Ich soll mich als Tempo-20 BpM-Bremsklotz mit Lernwillen in eine bereits seit Jahren etablierte QRQ-Runde, die mit Tempi zwischen 25 und 40 (oder mehr) BpM unterwegs sind, einklinken? Wird wohl kaum einer machen. Das geht vielleicht ein- oder zweimal gut, aber dann?
"Früher gings auch so." Passt als Killerargument zu allen Themen, um seine Ruhe zu haben.

Oder, der nach längerer Diskussion salopp von mir zusammengefasste Inhalt: "Sieh' zu, wie Du klar kommst, klopp' QSOs und gut 'is. Sich um andere kümmern kostet Zeit und bindet." Ein klarer Standpunkt. Das kann jeder frei für sich entscheiden, keine Frage. Niemand wird gezwungen.

Jedoch habe ich mich über diese Haltung - mehr als ich anfangs wahrhaben wollte - sehr geärgert und die Diskussion zum Thema QRQ beendet. Sowas motiviert nicht, im Gegenteil. Mein Eindruck "man will unter sich bleiben" hat sich noch verstärkt. Aber diejenigen´sollten nicht über die "gute aktiven alten Zeiten" wehklagen, wo alles besser war. Sie haben es mit in der Hand, ob sie Wissen und Können still mit ins Grab nehmen oder eine Art von Generationenvertrag - auch wenn es nur ein Hobby ist - erfüllen und sich kümmern.

Das Thema heisst hier "Gedanken zur Telegrafie"
Was möchte ich mit dem Text hier ausdrücken? Wenn sich wie beim QRS NET eine kleine Gruppe findet, die QRQ-Nachwuchs und Klartext-CW in gutem Tempo (wo es auch Spass macht) haben möchte, dann wäre es gut, wenn sich der eine oder andere aufraffen könnte, Lernwilligen zur Seite zu stehen. Und den Mut aufbringen, es einfach zu versuchen. Motto: "Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht." Glaubt's mir: Wenn ich QRQ beherrschen würde, würde ich noch ein NET aufziehen, um auch diesem Nachwuchs zu helfen!! Damit die Telegrafie auch im Schnellen weiterlebt...

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73 de Michael, DF2OK
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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zur Telegrafie
BeitragVerfasst: 03 Feb 2015, 19:29 
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Beiträge: 42
Micheal, du willst offenbar nicht wahrhaben, dass man viel Zeit in aktive und praktizierte Klartext Telegrafie investieren muss, wenn man schon wie du den Wunsch nach QRQ hat und äußert.

Bei Verschwendung seiner kostbaren Freizeit in allen möglichen anderen Bereichen wird das eher nicht gelingen. Man muss Prioritäten setzen und sollte mit dem Erreichten zufrieden sein und nicht neidisch auf andere blicken, die weiter gekommen sind, schließlich hat man es selber in der Hand.

Deinen erkennbaren Frust auf das von dir Erreichte, solltest du nicht mit aberwitzigen Argmenten auf die Schnelleren unter uns abladen, sondern sie eher als Vorbild betrachten und als Beweis dafür, dass man es schaffen kann, auch ohne fremde Unterstützung oder an die Hand genommen werden zu müssen. Erklärungen über den Terminkalender sind da wenig hilfreich.

Wer es sich zur Aufgabe gemacht hat, Anderen unter erheblichen Zeitaufwand zu helfen, sie unterstützen zu wollen und uns mit reichlich Beiträgen zu versorgen, dem fehlt logischerweise die Zeit für sich selber, die Weiterentwicklung voran zu bringen und dem eigenen Wunsch nach QRQ nachzukommen.

Erschwert wird der Wunsch nach Weiterentwicklung der Klartext-Fähigkeit bedauerlicher Weise heut zu Tage dadurch, dass das Angebot an adäqaten Partnern auf dem Band einfach viel zu gering ist, im Gegensatz zu früher.

Im Hinblick auf tausende von telegrafiefähigen Mitgliedern in den verschiedenen CW Vereinigungen ist die beklagenswert geringe Aktivität ein Grund, weshalb man auf diesen geringen Gemeinschaftssinn verärgert sein könnte, aber nicht auf diejenigen, die mit ihrer permanenten Aktivität für gelebte Telegrafie auf dem Band sorgen und sich als QSO Partner für Andere ständig anbieten, auch für dich Michael!

Im übrigen, um Spaß und Freude an der Telegrafie zu haben, unserem gemeinsamen Ziel, bedarf es überhaupt keinem QRQ, sondern allein die Fähgkeit, sich mit der erlernten Telegrafie verständigen und unterhalten zu können, egal bei welchem Tempo.

Aber PC generierte 599 Contest Nummern haben mit "unserer" Telegrafie nur so viel zu tun, wie die lila Farbe auf schweizer Kühen....

73 Dieter DL2LE


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zur Telegrafie
BeitragVerfasst: 04 Feb 2015, 13:10 
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DL2LE hat geschrieben:
Micheal, du willst offenbar nicht wahrhaben, dass man viel Zeit in aktive und praktizierte Klartext Telegrafie investieren muss, wenn man schon wie du den Wunsch nach QRQ hat und äußert.
Doch, das ist mir schon bewusst, dass alles, was ich richtig angehe, seine Zeit in Anspruch nimmt. Ist gelebte Praxis.
DL2LE hat geschrieben:
Bei Verschwendung seiner kostbaren Freizeit
Ich verschwende keine Freizeit, ich nutze sie schon zielgerichtet. Verschwendung ist für mich was anderes.
DL2LE hat geschrieben:
und nicht neidisch auf andere blicken,
Nö, falsch eingeschätzt. Ich bin nicht neidisch, ganz und gar nicht. Neid ist für mich negativ besetzt und führt zu gar nix. Neid ist kein positiver Antriebsmotor. Ich finde es gut, wenn es Menschen gibt, die fixer sind. Ich möchte kein CW-Rennfahrer werden, aber lediglich mal fixer klöhnen, fixer fahren. Also mehr Info pro Zeiteinheit fehlerarm ! austauschen. Lockerer und flockig in CW schnacken. Das hat mit Neid absolut nix zu tun.
DL2LE hat geschrieben:
Wer es sich zur Aufgabe gemacht hat, Anderen unter erheblichen Zeitaufwand zu helfen, sie unterstützen zu wollen und uns mit reichlich Beiträgen zu versorgen, dem fehlt logischerweise die Zeit für sich selber, die Weiterentwicklung voran zu bringen und dem eigenen Wunsch nach QRQ nachzukommen.
Hier sind wir zu 100% derselben Meinung. Allerdings tippe ich schon so fix wie Du morst. Daher ist die Texterstellung kein Zeitproblem. Material für den von Dir genannten Stoff kann ich über den Tag sammeln, dazu muss ich nicht mal daheim sein...
Der Austausch hier und anderswo hat trotzdem etwas Gutes: Ich lese die Argumente, kann darüber gut nachdenken und auch nachvollziehen. Dieter, es 'arbeitet' schon in mir, keine Bange. ;)
DL2LE hat geschrieben:
dass das Angebot an adäqaten Partnern auf dem Band einfach viel zu gering ist, im Gegensatz zu früher.
So ist es. Genau DAS war ja meine Antriebsfeder, warum das QRS NET ins Leben gerufen worden ist! Nun sind zumindest an einem Abend in der Woche adäquate Partner und Teilnehmer dabei. Daher meine Frage danach, warum das denn nicht auch für QRQ gelten sollte? Wäre übrigens mal eine Programmidee für den HSC...
DL2LE hat geschrieben:
(...) ist die beklagenswert geringe Aktivität ein Grund, weshalb man auf diesen geringen Gemeinschaftssinn verärgert sein könnte, aber nicht auf diejenigen, die mit ihrer permanenten Aktivität für gelebte Telegrafie auf dem Band sorgen und sich als QSO Partner für Andere ständig anbieten, auch für dich Michael!
Tnx!
DL2LE hat geschrieben:
Im übrigen, um Spaß und Freude an der Telegrafie zu haben, unserem gemeinsamen Ziel, bedarf es überhaupt keinem QRQ, sondern allein die Fähgkeit, sich mit der erlernten Telegrafie verständigen und unterhalten zu können, egal bei welchem Tempo.
Ja, da ist was 'dran. Das hatten wir gestern so herrlich schön im QRS NET. Bert, SE2I aus Schweden war gegen Ende des NET mal wieder bei uns mit dabei und wir haben noch reichlich mit ihm geklöhnt. War sowieso wieder ein schöner Abend.
DL2LE hat geschrieben:
Aber PC generierte 599 Contest Nummern haben mit "unserer" Telegrafie nur so viel zu tun, wie die lila Farbe auf schweizer Kühen....
8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zur Telegrafie
BeitragVerfasst: 04 Feb 2015, 20:42 
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Zitat:
Aber PC generierte 599 Contest Nummern haben mit "unserer" Telegrafie nur so viel zu tun, wie die lila Farbe auf schweizer Kühen....


Abfaellige Bemerkungen ueber die Vorlieben anderer OMs wird sicher die Klartext Telegraphie nicht weiterbringen.

Am besten auf dem AGCW Treffen den Antrag stellen, saemtliche AGCW Conteste einzustellen - oder wie?

AWDH auf der 80m AGCW Handtasten-Party (die nebenbei bemerkt bei mehr Beteiligung seitens der AGCW Mitglieder allen noch mehr Spass machen wuerde ;-)

Gruss

Gerd.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zur Telegrafie
BeitragVerfasst: 06 Feb 2015, 09:04 
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Zum Eingangsthema „Gedanken zur Telegrafie“ gehört auch die Frage, wie intensiv und umfangreich sollen unterstützende Maßnahmen von uns sein, die wir den an Telegrafie „interessierten“ Leuten anbieten.

Betrachtet man dazu einmal die gebende und die nehmende Seite, so wird man feststellen, dass Vorstellungen darüber auf beiden Seiten oft extrem weit auseinander liegen.

Eine Minderheit der Geberseite ist nach meiner Einschätzung in der Tat nur wenig bereit, Anderen helfen zu wollen. Andere wiederum sind nicht nur zur Unterstützung mehr oder weniger bereit, sondern organisieren auch noch ganze Morselehrgänge und opfern ihre Freizeit für Andere über Monate hinweg.

Auch auf der Nehmerseite gibt es deutliche Unterschiede. Da gibt es diejenigen, die sich mit spontaner Begeisterung und großer Erwartungshaltung zum organisierten Lehrgang anmelden, aber nach dem 4. mal fern bleiben oder ganz aussteigen. Ob es an der Selbstüberschätzung des Einzelnen, oder am werbewirksamen Anreiz unsererseits lag, ist leider nicht analysiert.

Dann trifft man auf Leute, die auf dünn besiedelten Landstrichen wohnen, und keine Möglichkeit der Unterstützung haben oder Lehrgänge besuchen können, aber mit ihrem entschlossenen Willen und Durchhaltevermögen nicht nur die A Lizenz schaffen, sondern sich eifrig mit der Telegrafie auseinandersetzen und dann in einer bemerkenswert kurzen Zeit HSC-Mitglied sind.

Auf welcher Seite der Palette unsere Hilfsbereitschaft wohl eher steht, könnt ihr selber beantworten.

Betrachte ich meine bekundete Bereitschaft einmal, so kann ich ohne Übertreibung sagen, dass sie zum aller größten Teil garnicht abgerufen wurde, wie z.B. bei der damaligen Aktion „Morsefreund“.

Auch erreichten mich Mails von OPs, die ihre Interesse bekundeten, mit mir öfter CW machen und üben zu wollen, um ihre CW Fähigkeit zu verbessern. Von ihnen war anschließend nichts mehr zu hören.

Zu hören aber sind ständig die immer gleichen uns bekannte Rufzeichen auf dem Band, deren Besitzer ihre CW Sucht durch ihre regelmäßige Aktivität fast täglich unter Beweis stellen, durch CQ Rufe an uns alle!!

Der aller größte Teil von ihnen, da bin ich mir sicher, hat sich allein und ohne fremde Hilfe Anderer die erlagte Fähigkeit selbst erarbeitet.

Leute, die man mit Werbemaßnahmen und Anreizen für unser Hobby gewinnen möchte und an die Hand nehmen muss, zählen meist nicht zu den langjährig aktiven Hardlinern unter uns, das sollte man berücksichtigen.

Daher ist die Eingangsfrage auch mit Augenmaß und reichlicher Überlegung durch jeden von uns selbst zu beantworten.

73 Dieter DL2LE

Abschließend darf ich an dieser Stelle noch auf das Tool/Programm von Bernd, F5VGR auf seiner QRZ.com Seite verweisen. Es ergänzt RBN in sehr nützlicher Weise und bewirkt, dass die gegenseitige Trefferquote von QSO Partnern auf dem Band und damit die Klartext-Aktivität bei den Anwender spürbar zugenommen hat durch "ÖtziAlarm".


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 Betreff des Beitrags: Etwas OT
BeitragVerfasst: 07 Feb 2015, 12:59 
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DL2LE hat geschrieben:
Abschließend darf ich an dieser Stelle noch auf das Tool/Programm von Bernd, F5VGR auf seiner QRZ.com Seite verweisen.
Tnx info = Auha, ist das kompliziert. Der Installationsfilm ist ja schon grausam :o Egal, denn es geht auch viel einfacher. 8-)

Zum einen kann ich auf der Website von RBN ( http://www.reversebeacon.net ) diverse Filterungen vornehmen und dann diese URL auch als Lesezeichen / Bookmark ablegen. Wie zum Beispiel diese hier, die zeigt, dass Dieter heute (7.2.'15) bereits fleissig CQ-gerufen hat:

http://www.reversebeacon.net/dxsd1/dxsd ... l2le*&t=dx

Das Call kann beliebig ausgetauscht werden. Das "*" dahinter schliesst auch Zusätze wie /p /m oder so mit ein. Ich nutze das mit meinem Call, um zu sehen, wie ich 'rauskomme und die Bedingungen sind. Ferner habe ich mir für bekannte Stationen mehrere Bookmarks angelegt. Leider wird die Kartendarstellung zu Beginn nicht eingeblendet - das Einschalten lohnt sich. Die Tabellenanzahl zu erhöhen, ebenfalls.

Bitte beachten: Es wird bei RBN alles ! gespeichert und ist zur Auswertung für diverse Zwecke gepackt herunterladbar. Lediglich einmal je Woche wird die im Browser angezeigte Tabelle von vorne begonnen. Das ist meistens in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Den genauen Zeitpunkt kenne ich nicht, ist mir auch egal. ;)

Wer noch ein wenig in den Menüs rumsucht und spielt, kann sich das so einstellen, dass nur CQ-Rufe, die in nahen Europa von Skimmern empfangen worden sind, angezeigt werden. Das erhöht die Chance beträchtlich, das wir in DL sie auch hören können. Vieles ist also schon mal direkt möglich ohne dass Programme installiert werden müssen.

Zum anderen bietet so gut wie jedes brauchbare Logbuchprogramm die Möglichkeit der Einbindung von Clusterspots an. Wer bspw. via Telnet einen arcluster in das Programm einbindet, der ausschliesslich von RBN gespeist wird, ist viel besser bedient als mit dem Programm von oben. Die Logbuchsoftware ist eh meist offen und die Filtermöglichkeiten filten dann eben wunschgemäss das aus, was ich benötige bzw. nicht benötige. Ich nutze das schon Jahre im UCXlog. Klappt hervorragend! Somit bin ich in der Lage mit aufgerufenem Logprogramm alle CW-CQ-Rufe zu bearbeiten. Meine sehe ich dann via Clusterspot ebenfalls. Wenn ich auch andere Betriebsarten sehen möchte, wechsle ich den Telnet-Server. Gute Programme lassen das zu.

Sollten sehr einfache Logbuchprogramme keine Auswahlmöglichkeiten zur RX-Herkunft der Clusterspots anbieten, so kann sich der geneigte Nutzer in den Cluster einwählen und sich (bspw. mit "Set Filter" uvm.) die Ausgaben gesteuert ausgeben lassen. Danach kann dieser spezielle der Cluster via Telnet eingebunden werden.

Wir sehen, dass es auch einfacher gehen kann.

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Zuletzt geändert von DF2OK am 07 Feb 2015, 16:18, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zur Telegrafie
BeitragVerfasst: 07 Feb 2015, 14:21 
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df9ts hat geschrieben:
Zitat:
Aber PC generierte 599 Contest Nummern haben mit "unserer" Telegrafie nur so viel zu tun, wie die lila Farbe auf schweizer Kühen....
Abfaellige Bemerkungen ueber die Vorlieben anderer OMs wird sicher die Klartext Telegraphie nicht weiterbringen.
Tscha, Gerd, so sind die Menschen. Es wird dabei gerne übersehen, dass es auch bei TOP-Stationen Menschen gibt, die zum einen den Code menschlich hören müssen (Maschinen können das im Contest erst recht nicht) und sie auch zum Teil mit dem Keyer geben. Nehmen wir zum Beispiel den Topmann bzw. die Topstation K3LR: https://www.youtube.com/watch?v=jo2mCNJdvdk

Ob ich wie Dieter beispielsweise unserem Weltmeister Fabian, DJ1YFK, der auch gut in Contesten mitwirkt und in CW-Weltmeisterschaften auch "nur" Zeichengruppen (wie im Contest) in den PC hackt, vis-à-vis sagen würde, dass er kein "richtiges" CW macht? Oder André, DL4UNY? Die Liste der TOP-Leute incl. YLs könnte ich hier fortsetzen, man braucht nur in Erbenhausen um sich zu schauen... Ich würde es nicht wagen.

Gerd, ich übersehe die Einlassungen der Contestgegner mitlerweile. Führt zu nix. Besser ist für alle eine moderate Einstellung zu allem, jedem das seine. Was Contestgegner heutzutage !! übersehen, ist, dass es eben die Contester (dazu die Expeditionäre und andere Aktivisten) weltweit sind, die die Bänder beleben. Sonst findet doch - und da gebe ich Dieter Recht - nicht mehr viel statt!

Allerdings finde ich selbst als Conteste akzeptierender Funkfreund die Anzahl dieser Wettbewerbe übertrieben. Die Menge (siehe http://www.sk3bg.se/contest/cal2014.htm ) ist unüberschaubar. Gut, dass es die contestfreien Bänder gibt. Ich kann auch den Frust verstehen, wenn der OP sich auf einen schönen Schnack auf den Bändern treffen will und die halbe Welt ist mit 59 bzw 599 befasst. Das kann ich nachvollziehen, keine Frage. Ich bin in einem Contest-OV vom SWL zum Funkamateur geworden. Wir lagen oft auf den vorderen Plätzen. Ohne PC, ohne Cluster. Aber damals (tm) gab es eben nur die vier großen weltweiten Conteste und eine Handvoll europaweite. Das wars dann aber auch. Der Rest tummelte sich noch lebhaft auf den Bändern. Heute kämpfe ich eher selten mit Funk.

Nun zum nachlassenden Betrieb ausserhalb der Conteste.

Schauen wir ruhig mal in die Hilfsmittel der ('bösen', hi) Contester, RBN, hinein. Gerade heute können wir sehen, dass bspw. Dieter oft auf unterschiedlichen Bändern CQ gerufen hat. Die Menge der Spots innerhalb einer kurzen Zeit sagt dem Erfahrenen doch: Es hat wohl eine Weile gedauert, bis er Partner gefunden hat. Denn sonst wäre es nach dem ersten oder zweite Ruf erstmal ruhig bei RBN.

Ich kann sowas aus eigener Erfahrung belegen. QRV auf 20m, nix sonderliches los. Ich rufe auf einer freine QRG auf 20m in moderatem Tempo. Ich habe kein Problem, 100 Einträge bei RBN mit guten Signalen zu bekommen. Aus USA, Kanada und Südamerika. Nahes Europa sowieso. Sieht auf der RBN-Karte klasse aus, das Band ist weit offen und keiner da. Meinste, einer möchte ein QSO fahren? Die meisten Chancen hast Du auf den QRP-QRGs, denn die OP warten darauf. Bin selber einer, daher kann ich das bestätigen.

Das Hauptproblem der ganzen Debatte um Leben auf dem Band (abseits von Contesten und anderen punktuellen Aktivitäten) ist doch die Tatsache, dass wir als DL-Station bei den meisten (auch den neuen) Nicht-DL-OP ganz fix im Log stehen. Auch auf jedem Band. Für die Punktesammler war es das dann. DL ruft CQ, ist nix besonderes, wird bei RBN schon ausgeblendte und schon wird weitergedreht. DAS ist das Problem dieser Zeit: Punkte sammeln! "QSO - klick - fertig - das nächste Land bitte." Übrigens unabhängig von CW... Nur auf den Digimode-QRGs, da brummt es. Übrigens auch ein Indikator, ob das Band noch "Signale" liefert oder nicht: PSK-ler sind immer qrv.

Gerd, was bei den Contestgegnern ebenfalls nicht unbedingt bedacht wird, ist der wichtige Aspekt, dass - neben der Bandbelebung - die Entwicklung und der Umsatz der technischen Geräte ohne Wettbewerb stagnieren würde. Bei der Automobiltechnik ist die Weiterentwicklung bei Formel 1, Tourenwagen etx. der Motor für den Fortschritt, deren Ergebnisse auch dem Otto-Normalfahrer zugute kommen. Conteste sind - mir gefällt der Gedanke auch nicht - der Lebenserhalt der grossen Amateurfunkgeräteindustrie.

Ein Funkfreund, der - wie ich - seit 1977 dasselbe Funkgerät benutzt und sich nicht jedes Jahr eine Hochleistungsmaschine mit allem PiPaPo für Conteste kauft, ist eben kein guter Kunde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zur Telegrafie
BeitragVerfasst: 08 Feb 2015, 13:39 
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Michael,

auch die "Contester" leiden unter nachlassendem "hoeren koennen" der Gegenseite, wenn man z.B. eine Frage nach Bandwechsel stellt - oder nur das call nochmall hoeren will - stoesst man nicht selten auf Unverstaendnis. Ein kleiner Kloen nebenbei im CW Fieldday nachts ist nicht so einfach moeglich wie in SSB, leider.

Dieter's RBN betrachtet koennte man auf die Idee kommen zu empfehlen, auch mal langsam (das waeren 15 wpm oder langsamer) zu rufen, gerade um die 7030 kHz. Aus eigener Erfahrung weiss ich dass gute Telegrafisten ohne Zoegern auch langsameren OMs antworten, aber Anfaenger wisen das nicht und trauen sich selten schnelles CQ ueberhaupt zu beantworten. Alternierende QRQ und QRS CQ Rufe setzen da ein klares Zeichen. Das ist eben das nette an Deiner QRS Runde - jeder traut sich.

WARC Baender gibt es seit 1979, aber dass die CW Kloenrunden auf WARC ausweichen bei Contest darauf warte ich noch ;-) Gerade wegen der nachlassenden Aktivitaet gibt es naemlich Platz genug fuer Kloen und CW gleichzeitig. Und weniger CW Contest wird nicht zu mehr Klartext fuehren.

Ich habe die letzten Jahren einem Freund bei CW Klartext auf die Spruenge geholfen mit regelmaessigem QSO ueben. Das war nur ein OM, aber derselbe hat jetzt eine woechentliche OV CW Runde in's Leben gerufen, an der viele OMs im OV Spass haben und zahlreich teilnehmen.

Anderes Beispiel: In unserem OV haben wir einen sehr guten CWler, der Klartext vorzieht. Trotzdem habe ich ihn neulich im CQ CQ160 Sonntag morgens Punkte verteilen sehen und kurz ein nettes Schwaetzchen gemacht. Man hilft sich und hat Verstaendnis fuer die Vorlieben der anderen - so sollte das sein.

An der CW Misere wird sich nur etwas aendern (bzw Schlimmeres verzoegern) wenn sich einzelne in ihrem Umfeld engagieren - und nicht durch abstrakte Betrachtungen und erhobene Zeigefinger. Dass Du, Michael, die QRS Runde machst und nicht die AGCW zeigt dass da noch Luft nach oben waere um CW noch etwas mehr zu foerdern in der AGCW.

Gruss

Gerd.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zur Telegrafie
BeitragVerfasst: 10 Feb 2015, 10:39 
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df9ts hat geschrieben:
Dieter's RBN betrachtet koennte man auf die Idee kommen zu empfehlen, auch mal langsam (das waeren 15 wpm oder langsamer) zu rufen, gerade um die 7030 kHz.
Ja, ein langsameres Rufen führt eher zum Ziel. Daniel, DM3DA hat einmal eine Jahresauswertung der Tempi von CQ-Rufen via RBN vorgenommen. Das Durschnittstempo liegt bei 75 BpM.
df9ts hat geschrieben:
Alternierende QRQ und QRS CQ Rufe setzen da ein klares Zeichen. Das ist eben das nette an Deiner QRS Runde - jeder traut sich.
So ist es, oft fehlt der Mut zum letzen Schritt, ich bin dabei keine Ausnahme.
df9ts hat geschrieben:
Ich habe die letzten Jahren einem Freund bei CW Klartext auf die Spruenge geholfen mit regelmaessigem QSO ueben.
Das hat jetzt bei mir auch geklappt, die Hemmungen und die Angst vor 'öffentlichen' Fehlern sinken.
df9ts hat geschrieben:
Anderes Beispiel: In unserem OV haben wir einen sehr guten CWler,
Da bin ich leider der einzige, der sowas praktiziert. Ich habe zwar einen OM ein paar Straßen weiter unterstützt, der jetzt gerne in CW QRV ist. Er hat sogar die amtlicher Prüfung erfolgreich bestanden und mich damit überrascht. Aber leider ist er so sehr mit anderen Dingen befasst, dass wir uns nicht in Sachen CW üben hochschaukeln können. Ein anderer OP jagt DX und drückt für die 599-QSO eben auch nur die Funktionstasten. Schade, aber es ist so.
df9ts hat geschrieben:
Dass Du, Michael, die QRS Runde machst und nicht die AGCW (...)
Okay, danke, aber ich bin Mitglied der AGCW und betrachte es als meinen Beitrag zur Gemeinsamkeit. Das NET ist für alle offen. Im Laufe der Jahre sind ein paar OM aus dem NET in die AGCW eingetreten. Wenn sich das daraus ergibt, warum nicht? Ich werde niemanden drängen... Zusammen mit dem Morsefreund-Programm, das OM Marcus, DF1DV unter seine Fittiche hat, steht das QRS NET mit unter den Ausbildungen. Siehe http://www.agcw.org/index.php/de/ausbildung Das ist für mich in Ordnung und es war mein Wunsch, dass das dort mit aufgenommen worden ist. Bleiben wir aktiv! http://1.bp.blogspot.com/-VomgHa8xFbQ/T ... 1600/8.jpg

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